Donnerstag, 13. Dezember 2018

Wenn Filme zu Romanen werden | Star Wars - Die letzten Jedi


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag es eigentlich nicht so, Bücher erst im Anschluss eines Filmes zu lesen. Bei Star Wars - Die letzten Jedi ging es mir nicht anders, denn der Roman erschien erst ein halbes Jahr nach Erscheinen des Filmes. Das tat meinem Leseerlebnis aber keinen Abbruch. Heute möchte ich euch gerne den Roman zum Film Die letzten Jedi vorstellen und euch erzählen, warum ich in Zukunft vielleicht öfter zu nachträglich veröffentlichen Romanen zu Kinofilmen greifen werde.


Als eingefleischter Star Wars Fan habe ich natürlich jeden bisher veröffentlichten Film mehr als nur einmal gesehen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich von Die letzten Jedi erst nach dem zweiten Mal angetan war. Bisher hat sich das Star Wars-Universum für mich bloß auf die Filme beschränkt, fernab von Romanen oder Comics. Mich hat es aber neugierig gemacht, inwiefern ich mir einen Roman zu Die letzten Jedi vorstellen muss, weshalb ich mich dazu entschieden habe, es einfach mal auszuprobieren. Bisher kannte ich bloß das Phänomen, dass aus Büchern Filme wurden und nicht andersherum. Das war also mal etwas Neues und ich kann euch sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
„Die beiden hatten nur einen kurzen Moment, um einander anzublicken, dann stürmten die Prätorianer in ihren blutroten Rüstungen heran, ein Wirbelwind tödlicher Bewegungen. Sie näherten sich in vier Zweiergruppen, allesamt mit scharfklingigen Hellebarden. Ihren Meister konnten sie nicht mehr retten, aber sie waren entschlossen, seinen Tod zu rächen.
Rücken an Rücken stellten sich Kylo und Rey ihrem Angriff.“
Jason Fry: Star Wars - Die letzten Jedi, S. 334xx
Meiner Meinung nach wurden die Szenen und Figuren aus den Filmen sehr gut getroffen und in Romanform verpackt. Dieses Format hat außerdem den großen Vorteil, dass man Hintergrundgeschichten einzelner Charaktere ausschmücken kann, wofür auf der großen Leinwand in dem Umfang leider kein Platz bleibt.
So konnte auch ich zum Beispiel einiges mehr über Luke Skywalkers Leben nach Episode 6 oder generell mehr über Poe Dameron und dessen Herkunft erfahren. Informationen, die man als Fan eben nur zu gerne aufsaugt, so aber nur bekommt, wenn man im Internet recherchiert.
Mir ist außerdem aufgefallen, dass selbst Szenen, die die Fans bloß aus den gelöschten Szenen kennen, einen festen Platz im Roman haben, sodass man nun sogar nachvollziehen kann, an welcher Stelle diese Szenen stattgefunden haben. Das hat mich besonders gefreut, weil das etwas war, was ich so tatsächlich gar nicht erwartet hatte.

Generell gibt der Roman das Filmgeschehen sehr gut wieder und ist gespickt mit kleineren zusätzlichen Gimmicks. Für jeden eingefleischten Fan, der die Geschichte nochmal detailgetreu nachlesen möchte, wird daran sicherlich seine Freude haben.
Mir persönlich hat natürlich die Darstellung von General Hux am besten gefallen. Ich mag den Charakter ohnehin sehr gerne und seine arrogante Haltung kam in dem Roman wunderbar zum Vorschein. Nicht selten hat er mich mit seinen Gedanken zum Schmunzeln gebracht, weil er natürlich alles andere als erfolgreich war mit seinen hochnäsigen Aktionen. Wie man das eben kennt.
Tatsächlich bin ich auch mit Rey wieder ein bisschen warm geworden, nachdem sie mir der Film irgendwie madig gemacht hat. Ansonsten konnte der Roman meine Einstellung zu den anderen Charakteren nicht ändern - weder positiv noch negativ. Für mich wurden alle sehr gut skizziert und wiedergeben. 


GEDANKEN NACH DEM LESEN


  • Was ein spannendes Ende!
  • Gebt mir mehr Hintergrundgeschichten über die Charaktere!
  • Jetzt habe ich Bock, den Film nochmal zu gucken.


ZUSAMMENFASSUNG

Ich würde nicht behaupten, dass dieser Roman ein Muss für jeden Star Wars Fan ist, aber wer gerne liest und mehr in die Geschichte eintauchen möchte, der wird daran sicher seine Freude haben. Generell würde ich den Roman aber wirklich nur den Fans empfehlen, denn ich denke, andere dürften eher Schwierigkeiten haben, da sie sicher nicht alle Referenzen verstehen werden. Logischerweise wird hier ein Grundwissen über die Filme vorausgesetzt.
Jason Fry hat die Geschichte von Die letzten Jedi gut eingefangen und in Romanform gebracht. Erzählt wird in unterschiedlichen Perspektiven, die die Erzählung abwechslungsreich und unterhaltend machen. Dadurch wird außerdem das Gefühl geschaffen, dass die Charaktere unmittelbar auf die Aktionen reagieren, wenn im Kapitel mehrere Perspektivwechsel stattfinden.
Ein großes Plus sind für mich auf jeden Fall die kleinen Zusatzinformationen, die man zu den einzelnen Figuren erhält, die man sonst so nicht bekommen hätte. Dadurch hat es sich für mich zumindest gleich doppelt gelohnt, den Roman zu lesen und nochmal in die Geschichte einzutauchen.



BUCHDETAILS

Titel: Star Wars: Die letzten Jedi
Autor: Jason Fry
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Verlag: Penhaligon
Preis: 15,00€
Sonstiges: Klappenbroschur, 448 Seiten

Die Buchdetails sind der Webseite von Random House entnommen.
Vielen Dank an Penhaligon und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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