Montag, 15. Juli 2019

» Wie Social Media unser Leben beeinflusst » Ein wirklich erstaunliches Ding


Hank Green kennt man wohl vor allem als den Bruder von John Green, der bereits einige erfolgreiche Romane veröffentlicht hat. Nun ist auch Hank unter die Autoren gegangen und hat mit Ein wirklich erstaunliches Ding sein Debüt gegebenen. Unter den Buchbloggern wurde der Roman schon besonders gelobt und es brach ein kleiner Hype aus  aber ob mich der Roman auch so überzeugen konnte? Findet es heraus in meiner Rezension.


April May ist Mitte 20 und mit ihrem Leben nicht gerade zufrieden. Ihr Job gefällt ihr nicht, sie mag ihre Mitbewohnerin zwar gerne, doch eine Beziehung will sie das zwischen ihnen doch nicht nennen. Es läuft irgendwie alles nicht so super, wie sie es sich ausgemalt hatte, doch in einer Nacht wird ihr ganzes Leben plötzlich auf den Kopf gestellt.

Auf dem Heimweg entdeckt April eine riesige Statue, die ihr vorher noch nie aufgefallen war. Erst war sie unsicher, ob die Statue schon immer dort gestanden hatte, doch wie sich herausstellte, tat sie das nicht. Sie ruft ihren Freund Andy an, mit dem sie ein lustiges Video über die Statue, die sie Carl nennt, dreht. Nachdem Andy das Video online gestellt hat, geht es in rasender Geschwindigkeit um die Welt und es stellt sich heraus, dass überall auf der Welt solche "Carls" aufgetaucht sind. Damit beginnt also das Rätsel um die Herkunft der Carls und von Anfang an steht die Frage im Raum, ob es nicht doch etwas mit Außerirdischen zu tun haben könnte ...

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Autor: Titel, S. xxx

Mit April haben wir eine wahnsinnig unsympathische Protagonistin, bei der man eigentlich oft nur mit dem Kopf schütteln kann. Es ist so, als wollte April alles dafür tun, dass man sie nicht mag und genau aus dem Grund mag ich sie eben doch. Sie macht ständig Fehler, ziemlich dumme Fehler und ist sich dessen auch bewusst, doch es ist ihr wiederum auch ziemlich egal. In erster Linie geht es ihr nämlich um sie selbst und erst danach rücken andere in ihren Fokus. Das ist etwas, was man sonst eher von Antagonisten kennt. Dass es hier anders ist, finde ich sehr erfrischend und das gefiel mir beim Lesen ausgesprochen gut.

Was ich an dem Roman sehr gut finde, ist der Einfluss durch Social Media. Die Art und Weise, wie sich darüber Nachrichten verbreiten, aber auch wie dort mit Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen umgegangen wird, ist meiner Meinung nach sehr realistisch dargestellt. Leider muss man wohl sagen, denn hier werden deutlich die negativen Seiten von sozialen Netzwerken aufgezeigt. Vor allem auch der Aspekt, wie sehr sich die Menschen doch von den lautstarken Meinung anderer im Internet beeinflussen lassen, spielt hier eine wesentlich große Rolle. Ich finde, dass Hank Green ein Szenario erschaffen hat, dass sich durchaus auch in der realen Welt genauso ereignen könnte, was vielleicht den einen oder anderen doch dazu bewegen konnte, noch einmal all die Negativität nachzudenken, die man selbst im Internet verbreitet. 


» 3 DINGE, DIE MIR ... «

+ gut gefallen haben nicht so gut gefallen haben
+ eine super unsympathische Protagonistin.
+ realistische Darstellung und Kritik an der Gesellschaft und Social Media.
+ ausgefallene Idee von Außerirdischen, die auf die Erde kommen.
  sehr langatmig erzählt.
 es fehlte zwischendrin doch ein roter Faden.
viel zu viele Zwischenplots.


» ZUSAMMENFASSUNG «

Ein wirklich erstaunliches Ding setzt mich mit einer aktuellen Thematik auseinander und verbindet realistische mit fiktionalen Elementen. Auch wenn der Roman stellenweise doch sehr langatmig erzählt wurde, da es viele Zwischensequenzen gibt, die ein wenig vom roten Faden abkommen, war es eine sehr spannende Geschichte. Besonders die Idee mit den Carls finde ich immer noch ziemlich cool, weil es auch einfach mal etwas anderes ist. Darüber hinaus gibt es mit April eine etwas andere Art von Protagonistin, an der zumindest ich mich sehr erfreuen konnte.
Mein persönliches Highlight ist jedoch, wie sehr der Umgang mit Social Media und die Gesellschaft allgemein kritisiert werden. Es regt zum Nachdenken an und zeigt eben auch, dass die sozialen Netzwerke eben auch so ihre Schattenseiten haben, was manchmal ja doch schnell in Vergessenheit gerät oder schön geredet wird.



» BUCHDETAILS «

Titel: Ein wirklich erstaunliches Ding
Autor: Hank Green
Übersetzung: Katarina Ganslandt
Verlag: bold
Preis: 22,00€
Sonstiges: Hardcover, 448 Seiten

Die Buchdetails sind der Webseite von dtv entnommen.
Vielen Dank an Stefanie Broller für das Rezensionsexemplar!

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