Donnerstag, 11. Juni 2020

Um die Liebe muss man kämpfen » Sinking Ships

Nachdem mir bereits Burning Bridges von Tami Fischer so gut gefallen hatte, durfte der zweite Band der Fletcher University-Reihe nicht fehlen. In Sinking Ships geht es dieses Mal allerdings nicht mehr um Ella, sondern um Carla, die wir bereits im ersten Band kennenlernen durften. Anfangs war ich ja doch eher skeptisch, weil ich bisher nicht mit Carla warm werden konnte, aber mit der Zeit hat sich gezeigt, dass doch weitaus mehr in ihr steckt, als sie uns bisher gezeigt hat. 

Carla hält nichts von der Liebe. Sie hat sich über die Jahre eine ziemlich harte Schale angeeignet, durch die niemand so schnell durchkommt. Dafür sorgt sie höchstpersönlich! Immerhin hat sie weitaus andere Sorgen, als sich um die Liebe ihres Lebens zu kümmern. Sie lebt mit ihren kleinen Brüdern zusammen, muss sich um sie sorgen und nebenbei auch noch ihr Studium irgendwie meistern. Dass das alles nicht so leicht ist, ist wohl klar.

Bei einer Party stürzt Carla schließlich in dem Pool und ausgerechnet Mitchell, der nervige Bruder einer ihrer Freundinnen rettet sie. Mitch gegenüber gibt Carla eines ihres größten Geheimnisse preis und muss feststellen, dass es wohl nicht bei diesem einen Geheimnis bleiben wird. Vor allem aber scheint Mitch gar nicht so übel zu sein, wie sie anfangs dachte.

„Schon als Kind hatte ich gewusst, wie ich eines Tages sterben würde. Es war wie das Wissen um ein Gewitter. Eines Tages würde ich ertrinken.“
Tami Fischer: Sinking Ships, S. 7


» DINGE, DIE MIR gut gefallen haben «

+ Carla
Wie bereits erwähnt konnte ich anfangs mit Carla gar nichts anfangen. Im ersten Band kam sie mir doch etwas zu hochnäsig rüber und hat für mich so gar nicht mit der Gruppe harmoniert. Doch nun in Sinking Ships lernt man Carla von einer ganz anderen, liebevollen Seite kennen. Ich mag das, was wir von Carla sehen. Ihre guten Seiten, aber eben auch ihre Macken und Schwächen. Ich konnte mich so gut in Carla hineinversetzen, das war manchmal fast schon gruselig. Jetzt ist sie doch zu meinem Lieblingscharakter in dieser Reihe geworden. Ich konnte gar nicht anders, als sie in mein Herz zu schließen.

+ die Freundschaften untereinander
Wie auch schon im vorherigen Band muss ich an dieser Stelle wieder einmal die Freundschaft hervorheben. Ich liebe es, wie die Charaktere sich umeinander kümmern, bedingungslos unterstützen und sich lieb haben. Für mich wirkt das auch keineswegs aufgesetzt, sondern richtig authentisch und ich freue mich immer total, wenn ich lese, wie sehr alle füreinander da sind. Hach, das ist einfach schön.

+ toller Schreibstil
Auch hier muss ich wieder den fesselnden Schreibstil loben. Es hat einfach Spaß gemacht zu lesen. Wieder einmal sind schafft es Tami Fischer genau die richtigen Worte zu finden, um den Leser mitzureißen. Mehr muss man dazu auch nicht sagen.

+ zwei Perspektiven
Dass der Roman aus den Perspektiven von Carla und Mitch geschrieben ist, gibt der ganzen Erzählung viel mehr Tiefe. Man merkt deutlich, wie sehr sich Perspektiven doch voneinander unterscheiden können, wie sehr Menschen Situationen anders interpretieren. Dadurch gewinnt der Leser auf manche Situationen auch nochmal eine ganz andere Sicht und kann die Handlung anders interpretieren. Sowas mag ich persönlich sehr gerne.


» DINGE, DIE MIR Nicht so gefallen haben «

- Ein bisschen zu viel hin und her
So viel zu meckern habe ich gar nicht. Wobei man es grundsätzlich auch nicht meckern nennen kann. Mein einziger Kritikpunkt wäre tatsächlich, dass ich doch das Gefühl hatte, dass es ein bisschen zu viel Hin und Her zwischen Carla und Mitch gab. Dieses Ja, Nein, Vielleicht-Ding war mir einen Tick zu lang, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.


» ZUSAMMENFASSUNG «

Sinking Ships ist eine großartige Fortsetzung der Reihe. Carla hat mich von Anfang an mitgenommen und ich liebe es, wie viele Seiten an ihr in der Geschichte zum Vorschein kommen. Auch wenn es vielleicht ein bisschen zu viel hin und her geht und es dafür am Ende alles auf einmal kommt, ist es eine sehr berührende Geschichte. Falls ihr den ersten Band noch nicht gelesen habt, ist das auch kein Problem, denn auch Sinking Ships ist eine in sich geschlossene Geschichte, die auch unabhängig von Burning Bridges gelesen werden kann. Alles in allem bin ich also total auf meine Kosten gekommen und freue mich schon darauf, wenn es im Oktober mit Band 3 weitergeht.



» BUCHDETAILS «

Titel: Sinking Ships
Autorin: Tami Fischer
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,99€
Sonstiges: Klappenbroschur, 384 Seiten

Die Buchdetails sind der Webseite von Droemer Knaur entnommen.
Vielen Dank an Patricia Keßler für das Rezensionsexemplar!

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